Er war nicht nur der erste Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, nach der Wiedervereinigung, sondern vor allem ein politisches Schwergewicht und ein Visionär.

 

 

Schnell erkannte er, dass der Erfolg des Freistaats Sachsen nicht nur in einer stabilen und zuverlässigen Politik liegt, sondern vor allem in seinem wirtschaftlichen Präsenz. So holte er namhafte Firmen der Mikroelektronik nach Sachsen, was dem Standort den Beinamen Silicon Saxony einbrachte, aber auch Premiummarken der Autoindustrie, wie Porsche, BMW und VW sind in Sachsen zu Hause.  Durch die aktive Förderung des Mittelstands ist Sachsen zu dem erfolgreichsten Land im Bereich der „Neuen Länder“ geworden.

 

 

Sein Handeln und vor allem sein Name, brachten für die CDU des Freistaats, immer stabile Mehrheitsverhältnisse auf Grund seiner hohen Beliebtheit bei den Sachsen.

 

 

Nun ist sein wacher und verschmitzter Blick erloschen, wir wünschen ihm Frieden und Gottes Segen auf seinem letzten Weg.

 

 

Wir trauern um Herrn Professor Kurt Biedenkopf!

 

 

CDU Stadtverband Radeberg

 

Politisch interessiert und hellwach, wenn es um Deutschlands Zukunft geht! Kaum zu glauben, dass Maßschneidermeister Horst Schäffel heute seinen 90. Geburtstag feiert. Viele Erinnerungen an die Zeit der Wiedervereinigung verbinden ihn noch heute mit Dr. Frank Petzold, den ersten Bürgermeister der Stadt Radeberg, der mit der ersten freien Kommunalwahl 1990 gewählt wurde. Wir gratulieren dem Jubilar sehr herzlich und wünschen Gottes Segen für viele weitere Lebensjahre bei bester Gesundheit!


Ingrid Petzold

 

Ein trauriger Anlass, der mich gestern um 14.30 Uhr auf die Hauptstraße geführt hatte, um die letzten Bilder einer großen Radeberger Tradition - förmlich in mich aufzunehmen.

 

 

Ja, Tradition kostet Geld und bringt nur selten Umsätze – wenn überhaupt. Unliebsames kann nun mit guten Argumenten den geblendeten Bürgern als „kleinstes Übel“ verkauft und natürlich mit CORONA begründet werden.

 

 

Diese Taktik ist leider aufgegangen. Auch fehlt der „Aufschrei“ aus der Bürgerschaft. Die Kutsche stand dort mehr als eine Stunde, um den Bürgern, die heute Anteil genommen hatten, ein letztes Bierchen auszuschenken. Auch das ist traurig.

 

 

Es könnte nun tatsächlich das Ende dieser Tradition sein, aber vielleicht gibt es ja noch einen Aufschrei, einen Protest oder bisher ungenutzte Kommunikationswege, die uns diese Tradition zurückbringen.

 

 

Matthias Hensel
Stadtrat der Großen Kreisstadt Radeberg

 

 

(Redigiert durch die Internetredaktion)

 

 

Nachruf zum Tod von Herrn Georg Korch, Radeberg

 

 

„Die vier Verkäuferinnen in der Fleischerei-Filiale im Lidl-Markt in Radeberg sind im Stress. Es ist Mittagszeit. Drei Hirschknacker werden gewünscht. Zwei Kamenzer. Ein anderer Kunde will einen Imbiss: Feuerfleisch. Soljanka und Schnitzel sind auch im Angebot. Was der Sachse eben so isst.

 

Auf der Ladentheke steht ein elektronischer Bilderrahmen. Mit ihm wirbt die Fleischerei um Auszubildende. „Willkommen in der Korch-Familie“, lautet das Motto.

 

 

Dort, auf dem Terrain des Lidl-Marktes an der Oberstraße, begann der ganz persönliche Aufbau-Ost der Korchs. Vater Georg kaufte 1990 mit 59 Jahren das Grundstück des VEB Radeberger Fleischwaren. Doch das ehemalige Volkseigentum war nicht mehr viel wert: Schon zwei Jahre später zogen die Korchs mit der Firma vor die Tore der Stadt. Sie erweiterten, investierten, modernisierten, stellten ein. 130.000 Wiener und 2.400 Becher Streichwurst spuckt ihr Werk inzwischen aus – pro Stunde. Fast 2.000 Schweine sind dafür nötig – am Tag. Aber nur sieben Rinder.

 

 

Für Georg Korch, einst Fleischerlehrling in Hoyerswerda, nach der Walz Meister seines Fachs in Köln, erfüllte sich mit Radeberg seinen Traum von der Rückkehr in die Lausitzer Heimat. Für den damals 24-jährigen Sohn Michael war es der Beginn seiner Karriere. „Räucherkönig von Radeberg“ nennen sie ihn derweil. Den „Oscar des Mittelstands“ hat er gewonnen; die ostdeutschen Sparkassen wählten ihn zum „Unternehmer des Jahres“.“

 

© Von Ulrich Wolf, Auszüge aus der SZ vom 26.01.2011

 

 

Jetzt hat er sich auf seinen letzten Weg gemacht und hinterlässt ein erfülltes Unternehmerleben. Umgangssprachlich würde man vielleicht sagen, einer aus echtem Schrot und Korn, eben ein Macher, einer der Unternehmer, die wir in der heutigen Zeit manchmal schmerzlich vermissen.

 

Aber auch ein liebevoller Mensch, für den seine Familie immer an erster Stelle stand. Eben einer von nebenan.

 

 

Sie werden uns fehlen Herr Georg Korch!

 

 

CDU-Stadtverband Radeberg, im April 2021

 

 

 

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