Ein Abend mit Musik und Texten von Johann Joachim Quantz - unter Leitung von Kantor Rainer Fritzsch - es war wahrhaftig ein Fest am Sonnabend auf Schloss Klippenstein. Hier im Schloss passte das Ambiente für diesen kulturellen Höhepunkt, mit Stil und trotzdem mit einer gewissen Leichtigkeit. Hervorragende Überleitungen lieferten die von Jochen Heilmann vorgetragenen Texte.
Die Musik von Quantz, eine meisterliche Ausführung durch Prof. Eckart Haupt, Flöte - Benjamin Plag, dem Anna-Amalia-Quartett Weimar und ein zauberhafter Gesang von Marie Hänsel aus Radeberg - das hat mein Herz und auch das aller anderen zahlreichen Gäste außerordentlich erfreut!
Hervorragend, dass auf Schloss Klippenstein solch anspruchsvolle Kultur ein Zuhause gefunden hat. Dank gilt dem Kantor Rainer Fritzsch, der es versteht, ausgezeichnete Künstler nach Radeberg zu holen sowie Katja Altmann und ihrem Team, unter deren Regie die Veranstaltungen gut geplant und vorbereitet werden. Nicht zu vergessen das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Vereins Schloss Klippenstein, die den Abend mit ihrer Besucherbetreuung komplettierten.
Radeberg, 7. Februar 2012
Ingrid Petzold
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Fotos: B. Goldammer
Traditionell eröffnet der Oberbürgermeister von Radeberg das neue Stadtjahr mit seiner berühmt berüchtigten Neujahrsansprache. Berühmt, weil viele Radeberger die Gelegenheit nutzen, der geradezu belletristischen Ansprache des OB zu lauschen oder einfach nur das Buffet zu frequentieren und berüchtigt, weil Herr Lemm bei dieser Gelegenheit keine Möglichkeit auslässt, mit wohlgeformten Spitzen das politische Gegenlager zu beschießen.
Nun gut, in diesem Jahr war es nicht anders, oder doch? Der OB kam in mittelalterlicher Robe und dazu passendem Hut auf die Bühne, um zu verkünden, dass die Stadt gedenkt, ein ganzes Jahr zu feiern – das 600 jährige Stadtrecht eben. Dass er dabei Lumpen und Politiker auf eine Ebene gehoben hat, war sicher etwas gewagt – aber wie auch immer, es war eine nette Idee und hat den Leuten gefallen.
Dann kam der eine oder andere Seitenhieb auf die aktuelle Politik, neben der üblichen Beweihräucherung auf seine „guten Taten“ im letzten Jahr und die Androhung seiner „wohl durchdachten“ Vorhaben für die Zukunft. Dass er dabei weit über seine derzeitige Amtszeit plant, ist nur symptomatisch.
Ja und was ist uns dabei aufgefallen? Zum einen, dass in unserem OB doch ein semiprofessioneller Schauspieler zu schlummern scheint und zum anderen, dass es seiner Bürgerschaft gefällt. Die Rede war etwas kürzer als im letzten Jahr und die Musik der Bigband des Humboldtgymnasiums einfach Klasse. Sehr positiv aufgefallen ist auch die Scheckübergabe der Bürgermeisterin der Partnerstadt Garching für die neue Postdistanzsäule.
Zum Schluss noch ein kleiner, wirklich ernst gemeinter Tipp von uns - der Herr OB sollte die am Schluss durchgeführte Ehrung verdienstvoller Bürger in die Mitte seiner Rede einfügen, damit die Zuhörerschaft das auch mitbekommt und nicht wie heute wieder am Ende der Rede des OB an das Buffet stürmt und so einen wichtigen Teil des Neujahrsempfangs einfach versäumt.
Radeberg, 29. Januar 2012
So sicher, wie sich in London bei einer bestimmten Wetterlage Nebelschwaden über der Stadt ausbreiten, so treiben in Radeberg üble Geruchsschwaden in Höhe der Röderbrücke auf der Dresdner Straße ihr Unwesen. Ganz schlimm wird es dann, wenn man sich auf der Bebelstraße in Richtung Stadtzentrum bewegt.
Nun gut, Radeberg ist keineswegs mit London zu vergleichen; trotzdem scheinen die hochsensiblen Nasen der Stadtverwaltung das Problem zwar in Angriff genommen zu haben, konnten aber die Herkunft des "Übels" offenbar noch nicht erschnüffeln.
Da stellt sich doch die Frage, ob der Geruch noch nicht stark genug ist, um den Berg an der Hauptstraße zu erklimmen und um dann durch ein gelegentlich geöffnetes Fenster ins Rathaus zu schlüpfen und den Oberbürgermeister zu belästigen. Dann könnte vielleicht Bewegung in die Angelegenheit kommen und eine neue Polizeiverordnung herausspringen - "Geruchsverbot in Radeberg" - frei nach dem Motto: Hauptsache, es gibt eine neue Verordnung; der Rest erledigt sich dann wie von selbst.
Gerd Grenner und Andrea Pankau (Donnerstag, 09 Februar 2012 15:20)
Das Autorenteam bedankt sich recht herzlich für die Aufmerksamkeit des Herrn Oberbürgermeisters G. Lemm an unseren Beiträgen und erlaubt sich, darauf hinzuweisen, dass man in Radeberg durchaus gelernt hat, bei bestimmten Wortmeldungen auch zwischen den Zeilen zu lesen.
Letztendlich haben wir offensichtlich nicht falsch gelegen, wie an der "inhaltsreichen Reaktion" des Oberbürgermeisters zu erkennen ist.
Gerhard Lemm (Montag, 06 Februar 2012 14:41)
Wohl doch nicht zugehört beim Neujahrsempfang
Schön, dass offenbar doch CDU Vertreter am NJE teilgenommen haben, auch wenn viele vermisst wurden. Schade, dass der Autor Ihres Artikels wohl noch früher als andere eher dem Buffet als der Rede Beachtung geschenkt hat. Denn wo soll da eine Beschießen allein des politischen Gegenlagers gewesen sein? Positiv herausgehoben habe ich in der Rede (sie können es gerne nachlesen) den MP Tillich (CDU), den MdB Vaatz (CDU) und den Landrat Harig (CDU), Fairness angemahnt gegenüber BP Wulff. Wo ich positives berichtet habe, habe ich niemals von mir oder meinen "guten Taten", sondern immer von der Stadt als Ganzes und von "Wir" gesprochen. Und einen pluralis majestatis für OB´s kennt die deutsche Grammatik zu Recht nun wirklich nicht. Und die Stelle, an der ich, sogar weit, über meine Amtszeit hinaus geplant haben soll,soll mir der Artikelschreiber mal zeigen. Wobei an sich das weite Hinaus planen an sich ja nicht mal was schlechtes wäre.